Die Hürden der Darstellung

 

Unsere Darstellung bezieht sich auf das Jahr 1310 im Raum von Köln/Bonn.
Dieser Zeitraum gehört zu dem Anfängen des Spätmittelalters (1250 - 1500).
All unsere Personen sind frei erfunden. Basieren aber auf historischen Ereignissen.
Wir bemühen uns nach unseren Möglichkeiten diesen Zeitraum so gut wie möglich zu rekonstruieren.

Dabei stoßen wir immer wieder auf bestimmte Schwierigkeiten.

Da Schreiben und Lesen zu der Zeit noch nicht selbstverständlich war,

wir uns Zeitlich nicht ganz 150 Jahre vom Buchdruck trennen, Papier

fast unbezahlbar und Pergament sehr teuer, war die Informationsverbreitung schwierig.

Nur einige konnten es sich leisten ihr Leben und ihre Lebenswerke auf Pergament in Form

von Bild und Text verewigen zu lassen. Am häufigsten sind es geistliche Werke. Wiederherum

stellt sich dort die Frage ob es denn auch so abgebildet wie es tatsächlich war. Man stelle es

sich vor wie unsere Covermodels heut zu tage. PhotoShop macht aus hübschen natürlichen Frauen/Männern ein nach den Schönheitsidealen dieser Zeit perfekte/n Frau/Mann. Auch nicht

alles was in den Zeitungen steht ist zu glauben. Wichtig ist es hier immer die Zusammenhänge zu beachten.

Du den Buch und Textquellen gibt es natürlich noch Fundstücke aus dieser Zeit.
Leider sind diese nun auch schon 700 Jahre alt und nicht mehr gut erhalten. Auch hier

scheitert es oft daran, dass nur Fragmente gefunden wurden. Es werfen sich viele Fragen

dazu auf. Dazu sind auch nicht immer die Mittel vorhanden um alle Funde genau zu

untersuchen und zu datieren.

Selbst so ein frühes gut erforschtes Ergebnis wie der 2. Weltkrieg gibt noch genug Rätse

l trotzdem auf und das trotz Zeitzeugen.

Ein weiteres Problem ist die Lokalität. Nicht alles lässt sich für den Köln/Bonner Raum

nachweisen.
Bei vielen Dingen müssen wir uns auf überregionale Quellen beziehen. Oft ist aber doch zu

beobachten, dass bis auf bestimmte Details Summa Sumarum sich vieles sehr ähnelte.
Auch das Zeitspektrum stellt nicht immer alles dar. Da müssen frühere oder jüngere Quellen

her und es muss darüber spekuliert werden ob es das zu diesem Zeitraum so gab.

Was dazu zu beachten ist, ist dass wir keinen festen Lagerort haben. Die Marktdarstellung ist auch nur oft ein Kompromiss. Tatsache von Bildbelegen ist, dass Burgen belagert wurden und auch eine Menge an Zelten, Tischen und Bänken etc. mitgenommen wurden von denen die es sich leisten konnten. Allerdings blieben die meisten Frauen zuhause und hüteten die Kinder, für Feuer wurde in einem Loch gemacht, das essen wurde gejagt und Zeltgestänge vor Ort entnommen.
Durch die Temporäre Besetzung eines Ortes ist es uns leider nicht ganz möglich eine originalgetreue Darstellung wieder zu geben. Hierzu müssen Kompromisse gemacht werden.